NOTATION "A"
NOTATION "A"

Modul 5: Wiederholungen

1.) Eine Wellenlinie deutet Wiederholungen an. Passagen die wiederholt werden sollen, erhalten unten eine Wellenlinie. Zusätzlich können sie in den anderen drei Seiten (wenn es der Übersicht dient) durch einen Kasten eingefasst werden. Oder man schreibt zu Beginn und bei Bedarf auch am Ende der Passage eine eckige Klammer.
2.) Ein solcher Kasten/eine solche Klammer kann oben links ein Feld mit zusätzlichen Informationen enthalten
3.) Durch das System mit dem Kasten/der Klammer wird es möglich, kleine Änderungen anzugeben. Sind z.B. einzelne Töne oder Passagen anders, so reicht es aus, diese und die genaue Stellung im Takt anzugeben. Sind bspw. fünf Takte gleich, so reicht es, diese durch Taktstriche anzugeben. Ist z.B. im sechsten Takt ist eine Änderung, so lässt sich durch die Stellung im Takt genau definieren, welcher Ton anders ist.
4.) Bei einer Wiederholung befindet sich die Wellenlinie oben.
5.) Bei Änderungen befindet sich die Wellenlinie unten und oben. So geschrieben wird die Änderung für zukünftige Wiederholungen übernommen. Bleibt die Wellenlinie nur oben, so wird die Änderung für zukünftige Wiederholungen nicht übernommen.
6.) Je nach Übersichtlichkeit können Wiederholungen hinter der Originalpassage (kürzere Sequenzen) oder unter der Originalpassage (längere Sequenzen) notiert werden.
7.) Sind mehrere Wiederholungen ineinander verschachtelt, so bietet es sich an, Wellenlinien zu verwenden, die man grafisch unterscheiden kann.
8.) Diatonische Verschiebungen sind nur möglich, wenn vorher eine diatonische Tonauswahl getroffen wurde. Gibt man ohnehin eine Tonauswahl an, so kann man die chromatischen Töne nach oben und die diatonischen nach unten schreiben, oder man gibt nur die diatonischen an.
9.) Diese Zeichen deuten eine diatonische Verschiebung nach oben bzw. unten an (im Gegensatz zur Transponierung - siehe Modul 1/7). Das jeweilige Dreieck kann eine Zahl mit der Anzahl der zu verschiebenden Stufen enthalten oder ein Notenzeichen mit der ersten Note der neuen Sequenz. Wird nichts weiter angegeben, wird um eine Stufe nach oben bzw. unten verschoben.
10.) Eine Passage, ein Ton, eine Tonfolge oder Sequenz loopt sich so lange die Wellenlinie dies andeutet. Wie in Punkt 4. und 5. beschrieben, können Änderungen angegeben werden, die entweder übernommen werden (Wellenlinie unten und oben) oder nur für den einen Takt gelten (Wellenlinie nur oben).

11.) Es können Wiederholungen benannt und später wieder aufgegriffen werden (z.B. Thema 1 und Thema 2). Hierbei sind Klammern oder ein kompletter Kasten unabdingbar.

 

Beispiel: Thema1 wird als Wiederholung in einem Kasten mit Linie unten notiert (Thema 1 schreibt man in einem Kreis oder einer Ellipse links oben). Es folgt aber nicht direkt eine Wiederholung, sondern erst das zweite Thema, dann erst wiederholt sich das erste.

Hier ein kleines Notenbeispiel mit vielen diatonischen Verschiebungen. Einmal ausnotiert, einmal unter Verwendung der Wiederholungen:

 

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