NOTATION "A"
NOTATION "A"

Modul 3: Liniensysteme

 

Unser gewohntes Liniensystem lässt sich bei Bedarf jetzt problemlos durch andere Liniensysteme ersetzen.

  1. Je nach Bedarf kann entweder

  2. jeder Linie oder

  3. jeder Linie und jedem Zwischenraum

ein Ton aus Modul 1 zugewiesen werden.

 

Wählt man nur die Linien und Zwischenräume, so kann man mehr Töne auf kleinerem Raum unterbringen. Wählt man aber nur die Linien, so kann man die Zwischenräume für die Darstellung von Verzierungen und Glissandi nutzen. Zwischenräume zwischen zwei Tönen können eine Vielzahl neuer kompositorischer Möglichkeiten eröffnen.

  1. Die Anzahl der Linien ist je nach Bedarf völlig frei wählbar. So kann von mikrotonalen Kleinstabständen bis hin zu einfachen pentatonischen Tonfolgen alles in größtmöglicher Einfachheit notiert werden.

  1. Es bietet sich an, den Systemgrundton in der Linienstärke mehr, die Oktaven weniger und ggf. die Quinten noch weniger hervorzuheben.

 

Überhaupt empfehle ich Grundton, Oktaven und Quinten des Systems als Grundorientierung beizubehalten. Welche Oktaven und Quinten gewählt werden, und welche und wie viele Unterteilungen, das hängt vom Komponisten ab.

  1. Es empfiehlt sich, das gesamte Liniensystem bei Transponierungen zu verschieben, aber den Systemgrundton durch einen Kreis zu markieren und ggf. die Oktave des Systemgrundtons.

 

Ich denke, das könnte über Notenschreibprogramme gut umsetzbar sein, handschriftlich wird es jedoch schwierig. Hier besteht nur die Möglichkeit, den Systemgrundton als Schlüssel neu zu setzen.

Notenbeispiel Rhythmus 26

Der Schlüssel markiert Systemgrundton, Oktave und Quinte. Hier eine Sopran, eine Alt und eine Bass-Variante. Die Altvariante markiert den Grundton und die darüber und darunterliegende Quinte. Der Schlüssel verschiebt sich mit jedem neuen Grundton.

 

Dies sind nur zwei denkbare Beispiele über zwei Oktaven: einmal im Violinschlüssel Bereich, einmal im Bassschlüssel Bereich.


Notiert werden können dann auf diesen entweder normale Noten oder Noten in Form von Linien (wie im zweiten Notenbeispiel auf Seite 21). Es können aber auch direkt die in Modul 1 beschrieben Notenzeichen notiert werden. Das ist zwar umständlich und unübersichtlich, kann aber u.U. auch helfen: Z.B. Chorsängern, die die genaue Intonation direkt vor Augen haben wollen.

 

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