NOTATION "A"
NOTATION "A"

Modul 2: Rhythmische Neuerungen

Kombinationen mit der herkömmlichen Notation

Einige wenige Regeländerungen bezüglich der Rhythmik könnten unsere Notation einfacher und vielseitiger machen.
Wir notieren im Normalfall die Länge eines Tons und die kann dann z.B. durch einen Stakkatopunkt wieder verkürzt werden.


Würden wir nicht die Länge des Tons, sondern die Stellung im Takt notieren, so könnten wir uns sämtliche Punktierungen und Überbindungen, die häufig das Notenbild unübersichtlich machen, sparen.


Außerdem wird man bald sehen, dass dadurch viele neue Möglichkeiten zustande kommen können:

 

Neue Regeln zur Notierung des Rhythmus

1.) Die Länge der Note wird nicht definiert. Eine Note oder Pause ist so lang, bis eine neue Note oder Pause notiert wird.
2.) Der Grundschlag 1 entspricht den Vierteln.

3.) Man notiert immer die die kleinste pro Schlag verwendete Einheit.

 

(Halber Grundschlag=Achtel, Viertel Grundschlag= Sechzehntel, usw.). Es können aber auch Triolen, Quintolen und alle anderen denkbaren Möglichkeiten verwendet werden.

 

Jede Unterteilung des Grundschlags enthält eine genau definierte Menge von möglichen Positionen. (Bei einem Viertel Grundschlag, also Sechzehnteln, wären es vier pro Schlag.)

 

Jede mögliche Position kann für einen Ton oder eine Pause verwendet werden, muss aber nicht.

4.) Es kann auch Töne geben, die rhythmisch nicht klar definiert sind. Solche Töne sind dann mit keiner Position im Takt verbunden.

 

Das kann z.B. für Chansons oder Rezitative interessant sein, die im Sprechrhythmus gesungen werden oder für improvisiert anmutende Passagen, deren Rhythmus nicht genau festgelegt werden soll.

5.) Alternativ zu den Tönen können auch Linien notiert werden. So kann weitaus mehr ausgedrückt werden, z.B. die Länge des Tons, Schleifer und Glissandi können angedeutet werden. Außerdem wird deutlich, ob ein Ton genau im Takt enden soll.
Notenbeispiel 1 Notenbeispiel 1

 

Man sieht an dem Notenbeispiel, dass nur noch Noten und eine Sorte Pausen (x) notwendig sind. Bleibt eine Stimme liegen, während sich die andere sich bewegt, so lässt sich das durch die Linie wie in Takt 2/Linke Hand notieren. In Takt 2/2 sind in der rechten Hand drei Töne rhythmisch frei.


Hier das gleiche nochmal konventionell notiert:

 

Notenbeispiel 2 Notenbeispiel 2

Die Vorteile werden noch deutlicher, wenn man statt den Noten Balken verwendet. (Hier das Beispiel in abgewandelter Form):

 

Notenbeispiel 3 Notenbeispiel 3

Hier sind die Pausen nicht mehr nötig, weil man ja sieht, wie lange ein Ton gehalten werden soll.


Ein viertes Beispiel verwendet Balken für die Wiederholung von Intervallen bzw. Tönen. Das kann für komplizierte Akkorde sehr hilfreich sein.

 

Notenbeispiel 4 Notenbeispiel 4

Je nachdem, was man für übersichtlicher hält, kann man Systeme rhythmisch trennen oder (wie in den obigen Beispielen) zusammenfassen. Im folgenden Beispiel wurden die Systeme rhythmisch getrennt:

 

Notenbeispiel 5 Notenbeispiel 5

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